Gemeinsame Pressemitteilung: Gewalt im Krankenhaus im Fokus: Leipziger Symposium stärkt Schutz und Prävention im Arbeitsalltag – KGS

Gemeinsame Pressemitteilung: Gewalt im Krankenhaus im Fokus: Leipziger Symposium stärkt Schutz und Prävention im Arbeitsalltag

Gemeinsame Pressemitteilung: Gewalt im Krankenhaus im Fokus: Leipziger Symposium stärkt Schutz und Prävention im Arbeitsalltag

Gewalt gegenüber Beschäftigten im Gesundheitswesen ist vielerorts Realität. Beim Leipziger Symposium „Gewalt und Aggression im Krankenhaus“ diskutierten Expert*innen aus Praxis und Prävention über Ursachen, Auswirkungen und mögliche Problemlösungen zum Schutz der Mitarbeitenden.

Leipzig. Gewalt gegenüber Beschäftigten im Gesundheitswesen ist längst kein Einzelfall mehr. Beschimpfungen, Drohungen oder körperliche Übergriffe gehören für viele Mitarbeitende in Krankenhäusern zum Berufsalltag. Beim Symposium „Gewalt und Aggression im Krankenhaus: erkennen, handeln, schützen“, das am 26. März 2026 von der Krankenhausgesellschaft Sachsen e. V. (KGS) gemeinsam mit der BGF-Koordinierungsstelle Sachsen in Leipzig veranstaltet wurde, stand deshalb eine klare Botschaft im Mittelpunkt: Wegschauen ist keine Option.

Rund um das Thema Gewalt im medizinischen Dienst kamen Fachleute aus Gesundheitswesen, Prävention und Klinikpraxis zusammen, um Erfahrungen zu teilen, Lösungsansätze zu diskutieren und das Tabu rund um Gewalt im Arbeitsalltag aufzubrechen.

Zum Auftakt begrüßten Friedrich München, Geschäftsführer der KGS, Anne Kensy, Referentin der BGF-Koordinierungsstelle Sachsen sowie Clemens Regenbrecht, Pflegedirektor des St. Elisabeth-Krankenhauses Leipzig und Vorsitzender des Sächsischen Pflegerats e. V., die Teilnehmenden. In ihren Beiträgen betonten alle die wachsende Bedeutung von Prävention und Gesundheitsförderung für die Beschäftigten in den Krankenhäusern.

Im ersten Impulsvortrag gab Marlene Büchner von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) einen Überblick über Formen von Gewalt und Belästigung im Krankenhaus sowie über Möglichkeiten der Prävention und Unterstützung für betroffene Mitarbeitende.

Wie Beschäftigte in akuten Situationen professionell reagieren können, zeigte Danièl Lautenschlag, Deeskalationstrainer und Gründer des Unternehmens Wortgefecht aus Berlin. In seinem Vortrag machte er deutlich, wie wichtig Kommunikation, Wahrnehmung und Handlungssicherheit sind, wenn Konflikte eskalieren.

Am Nachmittag rückten konkrete Praxisansätze aus Krankenhäusern in den Fokus. Mandy Grätz, pflegerische Leiterin der Zentralen Notaufnahme im St. Elisabeth-Krankenhaus Leipzig, stellte Maßnahmen und Konzepte zum Schutz von Mitarbeitenden vor. Ergänzend berichteten Rinke Pahl, Leiterin des Betrieblichen Gesundheitsmanagements am Städtischen Krankenhaus Kiel, sowie Dr. med. Mark D. Frank, Chefarzt für Klinische Akut- und Notfallmedizin am Städtischen Klinikum Dresden, über Erfahrungen und Strategien aus ihren Einrichtungen.

In der abschließenden Podiumsdiskussion wurde deutlich: Gewaltprävention im Krankenhaus braucht klare Strukturen und Prozesse, geschulte Mitarbeitende, eine offene Gesprächskultur und Unterstützung durch Führungskräfte, in der Vorfälle ernst genommen und angesprochen werden können.

Pressekontakte:
Melissa Rößler (Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
Krankenhausgesellschaft Sachsen e. V., Humboldtstr. 2a, 04105 Leipzig
+49 341 98410-34 | presse@khg-sachsen.de | www.khg-sachsen.de

Anne Kensy
BGF-Koordinierungsstelle Sachsen
c/o Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
sachsen@bgf-koordinierungsstelle.de

Anke Weber
Referat Politik und Kommunikation
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek), Landesvertretung Sachsen
Tel.: 0351/87655-37
anke.weber@vdek.com

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